Link zur Petition: https://innn.it/keine-kuerzungen
Die geplante Pflegereform soll grundlegend reformiert werden, anstatt die häusliche Pflege durch Angehörige, Nachbarn und vertraute Bezugspersonen zu stärken, soll das Gegenteil eintreten.
Pflege findet in Familien, Nachbarschaften und bewährten Vertrauensbeziehungen statt. Diese Strukturen stabilisieren die häusliche Versorgung und verhindern Überforderung, Einsamkeit und vermeidbare Heimaufnahmen.
Deshalb wird fordert:
1. Verhinderungspflege erhalten
Die Verhinderungspflege muss als eigenständiger Leistungsanspruch erhalten bleiben. Sie ist eine flexible, niedrigschwellige Entlastung für pflegende An und Zugehörige. Transparente und unbürokratische Abrechnungsverfahren müssen eine individuelle, bedarfsgerechte Nutzung für Pflegehaushalte ermöglichen.
2. Keine Kürzung der Rentenpunkte
Pflegende An- und Zugehörige leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die pflegerische Versorgung in Deutschland. Ihre Rentenansprüche dürfen nicht gekürzt werden. Wer Pflege übernimmt und dadurch Erwerbsarbeit reduziert oder aufgibt, braucht eine armutsfeste Altersabsicherung.
3. Pflegegrad 1 differenziert absichern
Menschen mit Pflegegrad 1 haben sehr unterschiedliche Unterstützungsbedürfnisse. Statt pauschale Leistungen zu streichen, braucht es differenzierte, alltagsnahe und präventive Angebote, die Selbstständigkeit fördern und ein selbst bestimmtes Leben ermöglichen.
4. Bestehende Beratung erhalten und einbinden
Eine neue Pflegebegleitung muss bestehende Beratungsverhältnisse und unabhängige Strukturen stärken, nicht ersetzen. Pflegebedürftige und Angehörige benötigen Kontinuität, Vertrauen und Wahlfreiheit. Anerkannte unabhängige Beratungsstellen sind deshalb verbindlich einzubeziehen.
Pflegekurse und Schulungen in der Häuslichkeit dürfen 2027 nicht ausgesetzt werden. Auch die Videoberatung muss Familien beim verpflichtenden Beratungseinsatz über März 2027 hinaus auf Wunsch offenstehen.
5. Keine Verschärfung der Pflegegradeinstufung
Die Schwellenwerte der Pflegegrade dürfen nicht willkürlich angepasst werden. Pflegebedürftigkeit darf nicht rechnerisch kleingerechnet werden, um Leistungen zu begrenzen. Stattdessen braucht es eine Weiterentwicklung hin zu einem transparenten Verfahren, das sich stärker an den tatsächlichen Pflege-, Betreuungs- und Unterstützungsbedürfnissen der Menschen orientiert.
6. Prävention und Rehabilitation konkret machen
Eine Pflegereform muss konkret regeln, wie Pflegebedürftige und pflegende Angehörige in ihrer Belastungssituation unterstützt werden. Dazu gehören:
- verbindliche, finanzierte und leicht zugängliche Leistungen zur Gesundheitsförderung,
- Beratung und Schulungen zu aktiven Präventionsmaßnahmen,
- Maßnahmen zur Stabilisierung der häuslichen Versorgung sowie zum Erhalt der körperlichen und psychischen Gesundheit.
- Entlastungsangebote für pflegende An- und Zugehörige,
7. Pflegebedürftige Kinder, Eltern und Young Carers mitdenken
Pflegebedürftige Kinder, ihre Eltern sowie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Pflegeverantwortung müssen in der Reform explizit und besser berücksichtigt werden. Ihre besonderen Bedarfe benötigen eigene, verlässliche und niedrigschwellige Unterstützungsangebote – von Entlastung und Beratung bis hin zu psychosozialer Begleitung und flexiblen Leistungen.
9. Sozialraumbudget flexibel nutzbar ausgestalten
Das geplante Sozialraumbudget muss die flexible und bewährte Nutzung des heutigen Entlastungsbetrags ermöglichen. Pflegebedürftige und ihre An- und Zugehörigen benötigen einfache, verständliche und alltagstaugliche Möglichkeiten, um niedrigschwellige Unterstützung vor Ort nutzen zu können – ohne zusätzliche Bürokratie oder den Verlust bestehender Entlastungsstrukturen.
Wir unterstützen eine Reform, die Pflege einfacher, flexibler, transparenter, unbürokratischer und verlässlicher gestaltet. Eine Reform darf nicht zu Lasten der Familien gehen, die heute schon die Pflege in Deutschland verlässlich sicherstellen. Pflegende An- und Zugehörige benötigen Entlastung, Absicherung und Vertrauen.
Unterstützen Sie eine Pflegereform durchzusetzen, die den Namen verdient – für eine Gesellschaft, die Pflege würdigt und An- und Zugehörige nicht im Stich lässt.
Link zur Petition: https://innn.it/keine-kuerzungen
Link zum Kampagnenvideo: https://www.youtube.com/watch?v=PQVzmBf8yPU


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