Nicht behindert genug fürs Parken?
Mein Name ist Pascal und ich bin Oberschenkelamputierter. Das bringt im Alltag viele Herausforderungen mit sich, auch beim Parken. Wenn meine Prothese nicht tragbar ist, bin ich auf Rollstuhl oder Krücken angewiesen. Dann entscheidet die Entfernung vom Auto zum Supermarkt über Schmerzen, Zeit und Würde. Gerade bei Glätte und Regen.
Aber: Obwohl ich nachweislich eingeschränkt bin (Grad der Behinderung 80 / Merkzeichen G), darf ich den Behindertenparkplatz nicht nutzen. Der Grund ist kein medizinischer, sondern ein bürokratischer: Mit nur einem Bein weniger scheine ich „nicht eingeschränkt genug” zu sein – so die deutsche Behördenlogik.
Das ist nicht nur absurd, sondern ignoriert die Realität von Menschen mit Amputationen: Die Behörden schaffen Ungleichheit, wo eigentlich Fairness gelten müsste.
Parkrechte sind kein Privileg – sie sind notwendig!
Es scheint komplett unverhältnismäßig, dass Personen mit nur einem Bein, wie ich selbst, oft keinen Anspruch auf Behindertenparkplätze haben.
Wenn Menschen mit Behinderung ein Auto nutzen, dann nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Notwendigkeit. Parkrechte sind kein Privileg, sondern ein Ausgleich für tatsächliche Einschränkungen.
Es ist nicht gerecht, dass zwei Menschen mit vergleichbaren Mobilitätsproblemen unterschiedlich behandelt werden, nur weil ihre Behinderung unterschiedlich „klassifiziert” wurde.
Wer Auto fahren darf, aber aufgrund einer Amputation nicht weit gehen kann, muss auch nah parken dürfen. Alles andere ist klare Ungleichbehandlung.
Ich fordere Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, die bundesweit geltenden Kriterien für Behindertenparkplätze zu ändern. Konkret soll:
- die einseitige Beinamputation als ausreichender Grund für eine Parkberechtigung anerkannt werden,
- wenn eine erhebliche Gehbeeinträchtigung besteht, etwa durch Schmerzen, Prothesenausfall, Nutzung von Krücken oder Rollstuhl,
- und die Entscheidung sich an der tatsächlichen Mobilität orientiert – nicht ausschließlich an formalen Merkzeichen.
Diese Petition geht nicht nur mich an, sondern hunderttausende Betroffene in ganz Deutschland. Sie betrifft alle, die wollen, dass Gleichberechtigung im Alltag ankommt – nicht nur auf dem Papier.
Unterschreibe meine Petition, wenn auch du findest, dass Behördenlogik die Menschen nicht zusätzlich behindern darf und, dass der Behindertenparkplatz denen zusteht, die sie wirklich brauchen.
Teile die Petition mit deinen Freunden und Bekannten – gemeinsam schaffen wir mehr Gerechtigkeit!


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