Navigation:

[menu_in_post_menu menu=909 style=”list”]

BMAB-Peer-Besuchsprogramm

Erfahrung, die Mut macht. Unterstützung, die ankommt.

Eine Amputation verändert das Leben von einem Augenblick auf den anderen. Neben der medizinischen Behandlung entstehen viele Fragen, Unsicherheiten und Sorgen, die sich oft nur Menschen beantworten können, die diesen Weg selbst gegangen sind.

Genau hier setzt das BMAB-Peer-Besuchsprogramm an.

Unsere ehrenamtlichen Peer-Beraterinnen und Peer-Berater begleiten Menschen mit Arm- oder Beinamputation auf Augenhöhe – mit eigener Erfahrung, fachlicher Qualifizierung und dem Verständnis, das nur Betroffene vermitteln können.

Sie schenken Orientierung, machen Mut und zeigen, dass ein selbstbestimmtes Leben mit Amputation möglich ist.

Was ist ein Peer?

Ein Peer ist ein Mensch mit eigener Amputation, der seine Erfahrungen weitergibt, ohne zu bewerten oder zu belehren. Er hört zu, beantwortet Fragen und begleitet Betroffene in einer Lebensphase, die häufig von Unsicherheit geprägt ist.

Peer Support ersetzt keine medizinische, therapeutische oder psychologische Behandlung. Er ergänzt sie durch etwas, das niemand erlernen kann: persönliche Erfahrung.

Aus eigener Erfahrung wissen unsere Peers,

  • welche Gedanken unmittelbar nach einer Amputation beschäftigen,
  • welche Herausforderungen während der Rehabilitation entstehen,
  • welche Möglichkeiten moderne Prothesen bieten,
  • wie der Weg zurück in Familie, Beruf und Alltag gelingen kann.

Diese authentische Erfahrung schafft Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht.

Warum Peer Support so wichtig ist

Die ersten Tage und Wochen nach einer Amputation entscheiden oft darüber, wie Menschen ihren weiteren Weg erleben.

Viele Betroffene fragen sich:

  • Wie wird mein Leben künftig aussehen?
  • Werde ich wieder laufen oder arbeiten können?
  • Welche Prothese ist die richtige?
  • Wie gehe ich mit meinen Ängsten um?
  • Gibt es Menschen, denen es genauso ging?

Ein Gespräch mit einem erfahrenen Peer kann diese Fragen oft besser einordnen als jede Broschüre.

Peer Support hilft,

  • Ängste abzubauen,
  • Isolation zu vermeiden,
  • Selbstvertrauen zurückzugewinnen,
  • realistische Perspektiven aufzuzeigen,

Motivation für Rehabilitation und Versorgung zu fördern.

Das BMAB-Peer-Besuchsprogramm

Der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V. organisiert und koordiniert ein bundesweites Netzwerk qualifizierter Peer-Beraterinnen und Peer-Berater.

Unsere Peers besuchen Betroffene

  • in Akutkliniken,
  • in Rehabilitationskliniken,
  • auf Wunsch auch nach der Entlassung.

Sie stehen ebenfalls Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung und arbeiten eng mit Ärzten, Pflegekräften, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Orthopädietechnik-Betrieben zusammen.

Die Gespräche erfolgen freiwillig, vertraulich und orientieren sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Betroffenen.

Peer werden
AI generated

Sie leben selbst mit einer Arm- oder Beinamputation?

Sie möchten anderen Menschen Mut machen und Ihre Erfahrungen weitergeben?

Dann freuen wir uns über Ihr Interesse.

Unsere Peers engagieren sich ehrenamtlich und werden sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Dazu gehören unter anderem

  • eine strukturierte Ausbildung,
  • Gesprächsführung,
  • Rollenverständnis und Abgrenzung,
  • Datenschutz und Schweigepflicht,
  • Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen,
  • regelmäßige Fortbildungen und Erfahrungsaustausch.

Während ihrer gesamten Tätigkeit werden unsere Peers durch den BMAB begleitet und unterstützt.

Mit Ihrer Erfahrung können Sie für andere Menschen einen entscheidenden Unterschied machen.

Für Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen

Eine hochwertige medizinische Versorgung endet nicht im Operationssaal.

Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich den Austausch mit Menschen, die ihren Weg bereits erfolgreich gegangen sind.

Das BMAB-Peer-Besuchsprogramm ergänzt die medizinische und therapeutische Versorgung durch qualifizierte Betroffenenberatung.

Eine Zusammenarbeit bietet unter anderem

  • psychosoziale Unterstützung der Patientinnen und Patienten,
  • höhere Motivation während der Rehabilitation,
  • Orientierung bei Fragen des Alltags,
  • Entlastung des Behandlungsteams,
  • Zugang zu einem bundesweiten Netzwerk erfahrener Peer-Berater.

Der BMAB unterstützt Kliniken beim Aufbau und der Durchführung eines strukturierten Peer-Besuchsprogramms und begleitet die Zusammenarbeit organisatorisch und fachlich.

Für Unternehmen, Stiftungen und Förderer

Das BMAB-Peer-Besuchsprogramm lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen.

Damit dieses Engagement bundesweit möglich ist, braucht es eine professionelle Organisation im Hintergrund.

Spenden und Fördermittel ermöglichen unter anderem

  • die Ausbildung neuer Peer-Berater,
  • die Koordination bundesweiter Einsätze,
  • Fortbildungen,
  • Qualitätssicherung,
  • Informationsmaterialien,
  • Reisekosten und Vernetzung,
  • den weiteren Ausbau des Programms.

Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie dabei, dass Menschen nach einer Amputation nicht allein bleiben.

Sie investieren nicht in ein einzelnes Projekt – sondern in mehr Lebensqualität, bessere Teilhabe und menschliche Begleitung.

Qualität und Verantwortung

Der BMAB legt großen Wert auf Qualität.

Unsere Peer-Berater

  • werden sorgfältig ausgewählt,
  • absolvieren eine strukturierte Ausbildung,
  • arbeiten nach verbindlichen Qualitätsstandards,
  • unterliegen der Schweigepflicht,
  • respektieren medizinische Zuständigkeiten,
  • nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil.

Dadurch entsteht ein verlässliches Angebot, das von medizinischen Einrichtungen ebenso geschätzt wird wie von Betroffenen.

Gemeinsam für mehr Menschlichkeit in der Versorgung

Eine Amputation betrifft weit mehr als den Verlust einer Extremität.
Sie verändert Lebenswege, Familien und Zukunftspläne.

Medizinische Versorgung ist unverzichtbar.
Menschliche Erfahrung ebenso.

Das BMAB-Peer-Besuchsprogramm verbindet beides.
Es gibt Menschen Orientierung, Hoffnung und Zuversicht – genau dann, wenn sie diese am dringendsten benötigen.

Sie möchten…

…Peer werden?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

…das Peer-Besuchsprogramm in Ihrer Klinik etablieren?

Gerne beraten wir Sie persönlich.

…das Programm fördern oder unterstützen?

Mit Ihrer Spende oder Partnerschaft helfen Sie, das bundesweite Peer-Netzwerk weiter auszubauen und noch mehr Betroffenen zur Seite zu stehen.

AI generated
Vertrag widerrufen